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kochen mit brot

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Rezepte mit altem Brot – gegen die Verschwendung unserer Naturressourcen von Tainá Guedes

Ich habe angefangen diese Rezepte zu entwickeln, nachdem ich Joachim Weckmann, dem Besitzer der demeter Bäckerei Märkisches Landbrot in Berlin-Neukölln, begegnet bin. Im September 2011 hatte ich die Gelegenheit, auf der von Slow Food organisierten Veranstaltung »Teller statt Tonne«, zwei Projekte in Berlin vorzustellen. Slow Food setzt sich, als eine der größten gastronomischen Organisationen weltweit, für den bewussten und genussvollen Umgang mit ökologisch nachhaltig und regional angebauten Lebensmitteln ein. In diesem Bewusstsein entstand eines der Projekte mit dem Namen »Fruit Loot« in Zusammenarbeit mit der Künstlerin und Umweltaktivistin Lynn Peemoeller aus New York. Im öffentlichen Raum Berlins sammelten wir Nüsse und Obst von öffentlich zugänglichen jedoch ungenutzten Flächen und kochten Gerichte daraus, die wir bei der Veranstaltung servierten. So konnten wir auf die Themen Umwelt und Lebensmittelverschwendung aufmerksam machen. Wir haben ebenfalls Share Your Food vorgestellt, eine gastronomische Veranstaltung bei der ich koche und die Menschen einlade, etwas zu teilen, von dem

sie glauben, dass es zu einer besseren Welt beitragen könnte. Es entstehen Zeichnungen, Fotos und Texte die in einem Magazin veröffentlicht werden, um so die Idee des Teilens weiter zu verbreiten. Die erste Publikation dieses »Sharezines« haben wir bei »Teller statt Tonne« präsentiert.

Joachim hatte das Brot für die Veranstaltung gestiftet und so haben wir uns inmitten der 800 Anwesenden kennengelernt, als er die Serviette, die ich ihm reichte, ablehnte, da sie nicht fair gehandelt und nachhaltig war. Die Worte eines Meisters, denn die Begegnung mit Joachim hat mein Leben und meine Art zu Kochen stark beeinflusst. Seitdem denke ich viel über das Brot nach, über seinen Wert und seine Bedeutung für unsere Gesellschaft und über eines der größten Probleme unserer Nahrungskette, nämlich der Verschwendung von Lebensmitteln. Ich war und bin sehr motiviert Rezepte zu entwickeln, die die Menschen dazu inspirieren können, Reste wieder und weiter zu verwerten. Ich hoffe daher, dass sie Euch gefallen.

Weiterführende Informationen

Hier könnt ihr das Projekt Share your Food besser kennenlernen: http://www.shareyourfood.wordpress.com Und hier einen Eindruck meiner Experimentier-Küche bekommen: http://www.tataiskitchenlab.wordpress.com

Mehr Informationen über Slow Food: http://www.slowfood.com

Tainá dankt:

Ich möchte mich vor allem bei meiner Familie für die ganze Unterstützung in all den Jahren bedanken. Im Besonderen möchte ich mich bei folgenden Menschen bedanken: Meiner Mutter für die Hilfe mit den Texten, meiner Schwester Iara – meinem Orakel – für wichtige Fragen, Thomas für die Unterstützung in allen Zeiten, Niji – meinem Sohn – für den Motivationsschub, Oliver Fuchs – meinem besten Freund – der mich immer inspiriert und mir Türen zu neuer Wahrnehmung öffnet, Joachim, Katja, dem Märkisches Landbrot- Team, Naoko, Paula, Lynn, Liselotte, Marianne, Oliver Pelz und Gerhard für die wunderschöne Zeit während der Entwicklung dieses Buches.

Danke an alle, die ich nicht genannt habe, die immer in meinen Gedanken sind.

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cooking with bread

Recipes with Stale Bread, Against the Waste of Our Natural Resources

 I began to develop these recipes after meeting Joachim Weckmann, the owner of the biodynamic bread factory in Neukölln, Berlin, Märkisches Landbrot Backerei. I can say that meeting Joachim had an immense impact on my life and my kitchen. In September of 2011, I was presenting two projects at the event “Teller statt Tonne”, organized by “Slow Food”, one of the largest gastronomic organizations in the world against “Fast Food” and for organic and regional foods. One of the projects, accomplished with the NY artist and green activist Lynn Peemoeller, sought to call attention to green activities and waste in the city. We collected nuts and fruits throughout the city, cooked them, and served them at the event. At the event we also presented “Share Your Food”, a gastronomic event where I cook and invite others to share what they believe could improve our world. Paintings, drawings, photos and texts were printed in a magazine so that our thoughts could be spread even more.Joachim donated the bread to Slow Food and that was how we met in the middle of 800 people. What caught my attention was how Joachim did not want to accept the napkin offered to him because it was not “fair and sustainable”. Words of a master. He then said that, despite the napkin, he liked my work and gave me his business card so that we could develop something together in the future.Since then, I began to think a lot about bread, its values, and its symbolism in our society. Bread is related to one of the largest problems in our food chain, which is the waste of food. I felt, and I feel extremely motivated to prove and develop recipes that can eventually inspire people to utilize “leftovers”. I hope that you enjoy them.